Kategorie-Archiv: Not An Apple

Pebble & iOS: Klasse Kombo oder desillusionierendes Duo?

Smartwatches sind mit dem Erscheinen der Apple Watch nun doch stärker in den Fokus des Massenmarktes gerückt. Android Wear sorgt endlich für Einheitlichkeit bei den Smartwatches für Android Handys, doch ob diese jemals auch mit iOS Geräten funktionieren wären, scheint fraglich. Also bleibt nur das bisher erfolgreichste Kickstarter Projekt Pebble als Alternative. Die Pebble Smartwatch funktioniert sowohl mit Android als auch mit iOS. Zudem ist vor dem Erscheinen der neuen Pebble Time das erste Modell von 2012 kurzzeitig auf 89€ reduziert worden. Grund genug, einen genaueren Blick darauf zu werfen, wie die Pebble und iOS miteinander agieren. Pebble & iOS: Klasse Kombo oder desillusionierendes Duo? weiterlesen

Lotto-App von Lottoland kurz vorgestellt

Knapp neun Millionen Deutsche spielen laut Umfragen regelmäßig, 23 Millionen gelegentlich: Lotto ist zusammen mit Toto ungebrochen der Volkswagen unter den Glücksspielen. Kein Wunder also, dass Lotto-Apps groß im Kommen sind, und mit jedem Download dürften weniger Menschen in den Kiosk laufen, um ihre Kreuzchen und Tipps zu machen. Jährlich gibt es übrigens rund 100 Lotto-Millionäre. Mehr werden es dank Apps voraussichtlich nicht, aber bequemer wird das Tippen wenigstens.  Lotto-App von Lottoland kurz vorgestellt weiterlesen

Das richtige NAS für den Mac

NAS steht für Network Attached Storage und bezeichnet einfache Dateiserver, die immer öfter auch im Privatbereich verwendet werden. Gerade in Haushalten mit mehreren Personen, ist die Möglichkeit Musik oder Fotos in einer gemeinsamen Datenbank zu sammeln sehr attraktiv. Doch viele NAS-Systeme gehen mittlerweile deutlich über die Funktionen eines einfachen Datengrabes hinaus. So ist es mit den meisten Geräten auch möglich Filme an den passenden Fernseher oder Rechner zu streamen.

Im professionellen Bereich sind solche Netzwerk-Speichereinheiten schon längst Standard.

Geschwindigkeit

Das NAS unterscheidet sich von einem normalen Datenspeicher hauptsächlich durch den Netzwerkanschluss. Dieser ist auch der limitierende Faktor für die Geschwindigkeit der Datenübertragung. Deshalb sollte man sich zunächst überlegen, wie viele Leute auf das NAS zugreifen werden und welche Art von Daten sie dabei abrufen. Bei einer Anbindung über WLAN, also 54 Mbit, sind Datenraten von etwa 5 MB/s lesen und schreiben realistisch. Das ist natürlich nicht unbedingt ein Spitzenwert, aber dafür erhält man etwas Flexibilität, was den Aufstellungsort des NAS betrifft. Außerdem reicht der Datendurchsatz immer noch aus um beispielsweise einen HD-Film zu streamen – allerdings nur für eine Person.

Mehr Bandbreite erhält man über Kabelanschluss. Hier sind die Standards 100 Mbit/s und 1 Gbit/s verbreitet, die dem User etwa 10 MB/s bzw. 80 MB/s zur Verfügung stellen.

Da die Geschwindigkeit also in erster Linie von der verwendeten Schnittstelle abhängt, ist es im Grunde völlig egal welche Festplatten verbaut werden.

RAID

RAID steht für Redundant Array of Independent Disks und bezeichnet die Verbindung mehrerer Festplatten zu einem logischen Laufwerk. Das kann in verschiedenen Modi geschehen, die entweder die Ausfallsicherheit oder den Datendurchsatz erhöhen sollen. Letzteres ist für ein NAS aufgrund der Geschwindigkeitslimitationen nicht interessant, doch viele überlegen das NAS nicht nur als Dateiserver zu benutzen, sondern auch als Backup-Medium. Um die Daten also zusätzlich zu sichern, greifen viele auf ein RAID im Modus 1 zurück, das die Daten auf zwei Festplatten spiegelt. Dies ist aber aus mehreren Gründen keine gute Idee. Wenn der Festplatten-Controller im NAS kaputt geht, oder das Dateisystem durch Stromausfall oder Virus korrumpiert wird, kommt man meist nur mit sehr viel Aufwand wieder an seine Daten ran. Im schlimmsten Fall sogar gar nicht. Eine professionelle Datenrettung kann dann ganz schnell 1500 Euro kosten.

Wer also seine Daten gegen Ausfall sichern möchte, sollte zum guten alten Backup greifen. Dafür eignet sich am besten eine große externe Festplatte oder Apples Time Capsule.

Kapazität

Der wohl wichtigste Punkt vor der Anschaffung eines NAS ist die Frage nach der Kapazität, denn die Gehäuse bieten nur begrenzt Platz. Statt sich also mehrere Geräte zuzulegen, sollte man also von vornherein großzügig planen. Auch wenn man zunächst also nur 2 der Slots nutzt, kann sich ein Gehäuse mit 4 Festplattenplätzen durchaus lohnen.

Was muss ein NAS können?

Der Einsatzzweck ist natürlich sehr individuell, deshalb hier nur eine Auswahl an Prozessen, die ein NAS bewältigen kann:

Daten tauschen

In erster Linie ist ein NAS natürlich als zentrale Datenquelle für mehrere Personen geeignet. Diese Funktion als Dateiserver ist auch in allen Modellen softwareseitig integriert.

Backup per Time-Machine

Die integrierte Backup-Lösung Time Machine gibt es bereits seit OS X Leopard. Sie ermöglicht Datensicherungen mit externen Datenträgern in seiner simpelsten Form. Doch auch einige NAS-Systeme können mit Time Machine umgehen. Synology beispielsweise hat ein ausführliches Tutorial dazu.

Stream auf AppleTV ohne Rechner

Normalerweise erlaubt der AppleTV nur Streams von iTunes-Geräten. Streams von einem NAS zum AppleTV gestalten sich also eher als schwierig. Dennoch haben manche Hersteller die Möglichkeit einen iTunes-Server zu erstellen in ihre NAS-Software eingebaut. Jedoch kann hier auch nur mit anderen iDevices wie iPad oder iPhone zugegriffen werden, die dann den Videostream weiter an das AppleTV leiten können.

Über das Internet aufrufbar

Das NAS kann auch als lokaler Cloud-Speicher genutzt werden. Dafür muss das NAS über eine DNS-Adresse registriert werden, so dass man einfach über den Browser das heimische Laufwerk ansteuern kann. Allerdings beschränkt sich der Download hier auf den Upload der heimischen Internetleitung. Es sind auch Verbindungen über FTP möglich.

Downloadstation

Viele NAS-Systeme bieten mittlerweile auch einen Download-Manager. Damit können HTTP- oder FTP-Downloads bequem in der Nacht vom NAS übernommen werden. Manche haben sogar einen BitTorrent-Client integriert.

Kandidaten

Synology Diskstation

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Das wohl beste Software-Angebot kommt derzeit von Synology. Die Diskstations nutzen ein proprietäres Linux-System, das alle wichtigen Funktionen beherrscht. Wie genau das aussieht kann man sich hier in einer Live-Demo ansehen. Synology hat verschiedene NAS-Systeme mit unterschiedlicher Größe und Ausstattung im Angebot. Für Privatnutzer sind die DS2XX und DS4XX Systeme interessant. Diese sind auch relativ erschwinglich. Mehr Informationen zu den Funktionen der Synology Diskstation findet man direkt beim Hersteller.

QNAP

QNAP

Softwareseitig braucht sich auch QNAP nicht verstecken. Das hier eingesetzte Linux-System steht auf einer Ebene mit dem von Synology. Auch hier gibt es eine Live-Demo. Ansonsten bewegt sich QNAP mit seinen Geräten aber eher im Mittelfeld. Dafür gibt es ausgezeichnete Gehäuse aus Metall und eSATA-Anschlüsse, die bei anderen Modellen eher schwer zu finden sind.

Asustor

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Die Asustor NAS-Systeme sehen rein äußerlich ihren Kollegen von QNAP sehr ähnlich. Unter der Haube setzt Asustor jedoch auf Intel ATOM Prozessoren statt auf ARM. Dadurch verbrauchen die Asustor-Geräte zwar etwas mehr, haben aber auch deutlich mehr Leistung zur Verfügung. Manche Modelle haben sogar einen HDMI-Ausgang integriert über den direkt Filme abgespielt oder an XBMC übertragen werden können. Auch hier gibt es eine Live-Demo des Dateisystems.

Buffalo LinkStation

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Auch Buffalo bietet NAS-Gehäuse an. Allerdings ist die Software hier noch lange nicht so ausgereift wie bei der Konkurrenz. Zunächst ist für die Konfiguration der LinkStation eine Internetverbindung zwingend notwendig. Außerdem ist ein Betrieb als einzelnes Volume nur im RAID möglich. JBOD, das eigentlich bei allen anderen Standard ist, wird hingegen nicht unterstützt. Auch bei den anderen Einstellungsmöglichkeiten zeigt sich Buffalo deutlich bedeckter als Synology, QNAP oder Asustor. So kann beispielsweise weder die Lüfterdrehzahl, noch der Ruhezustand der Festplatten reguliert werden. Leider bietet Buffalo keine Live-Demo an, mit der man sich die Menü-Oberfläche vor dem Kauf anschauen könnte. Trotzdem bieten die LinkStations ordentliche Übertragungsgeschwindigkeiten und eine relativ geringe Leistungsaufnahme. Dadurch ist auch die Lautstärke im annehmbaren Bereich.

Thecus

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Die Firma Thecus ist vor allem aus dem professionellen Bereich bekannt. Jetzt will die Firma aber mit ihrem ThecusOS auch bei den Privatkunden punkten. Allerdings ist genau dieses Betriebssystem noch der limitierende Faktor für Thecus. Genau wie bei Buffalo sucht man Funktionen wie Lüftersteuerung hier vergebens. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann auch hier auf eine Live-Demo zurückgreifen.

Wie Asustor setzt Thecus auf die Intel ATOM Prozessoren und spendiert manchen Modellen einen HDMI- und SPDIF-Ausgang mit dem direkt HD-Inhalte ausgegeben werden können.

Eigenbau

Neben einer fertigen Lösung gibt es auch die Möglichkeit sich sein eigenes NAS zu bauen. Hier ist man auch sehr flexibel, was das Einsatzgebiet angeht. Außerdem ist hier das Preis/Leistungsverhältnis am besten, dafür muss man aber auch deutlich mehr Aufwand hineinstecken. Doch gerade für Leute, die noch alte Hardware herumliegen haben kann sich ein Eigenbau-NAS durchaus lohnen.

Für die Software gibt es mehrere Möglichkeiten wie Windows Home Server oder NAS4Free, die sich vor allem durch die vielen Konfigurationsmöglichkeiten auszeichnen.