Mac-Sicherheit Diese Tools machen sicher

Sicherheitssoftware für den Mac: Diese Tools machen sicher

Im Vergleich zum Betriebssystem Windows können Mac-User sich zweifellos immer noch in einem virenfreien Paradies wähnen. Nichtsdestotrotz sind auch Mac-User zunehmend betroffen von schädlichen Programmen, so gering das Risiko dem Einzelnen auch erscheinen mag. Mit der zunehmenden Zahl von Mac-Usern steigt auch die Attraktivität dieses Betriebssystems für Cyberkriminelle.

In der älteren und jüngeren Vergangenheit haben besonders der Flashback-Trojaner, aber auch recht aufdringliche Werbe-Trojaner für Aufsehen gesorgt. Noch lässt sich nicht sagen, ob diese Angriffe Testversuche für weitere, unter Umständen auch gravierendere Schädlinge, oder doch nur Eintagsfliegen darstellen.

Unabhängig davon, und diese Problematik müssen sich so einige Unternehmen gefallen lassen, darunter auch Apple, erscheinen sicherheitsrelevante Patches nicht immer zeitnah genug. Das bietet findigen Hackern auch auf diesem Betriebssystem theoretisch die Möglichkeit, Lecks einfach auszunutzen. Nicht zu unterschätzen sind auch die Risiken, die durch die Nutzung von Drittanbietern wie beispielsweise Java oder Adobe entstehen. Schon aus diesen Gründen ist moderate Vorsicht auch bei Mac-Usern angebracht.

Grundsätzliche Mac Sicherheitseinstellungen

Einige Sicherheitsvorkehrungen lassen sich natürlich auch schon ohne Installation von zusätzlichen Programmen und Tools treffen. So können Nutzer beispielsweise FileVault aktivieren, dank dem das Benutzerverzeichnis verschlüsselt wird. Erst durch eine erfolgreiche Anmeldung kann dieses geöffnet werden. Seit dem Update auf Version 10.7 ist zudem auch eine parallele Nutzung von FileVault und der Backup-Funktion Time Machine möglich, die wir an dieser Stelle auch empfehlen.
Mac-Sicherheit

Unter dem Reiter „Sicherheit“ können Nutzer außerdem auch nützliche Vorkehrungen treffen, die beispielsweise Bildschirmschoner und Ruhezustand betreffen. Das mag banal klingen, viele lassen diese Optionen aber tatsächlich außer Acht und gehen dadurch ein unnötiges Risiko ein, das schon durch einen geringen Zeitaufwand ausgeschlossen werden könnte.

Weiterhin ist auch die erweiterte Nutzung des Gatekeeper empfehlenswert. Apple garantiert nur bei Downloads vom eigenen App-Store ungefährliche Apps, bei anderen Quellen müssen Nutzer das Risiko eines infizierten Programms eingehen. Mithilfe von Gatekeeper lässt sich dieses Risiko minimieren. Hier kann allgemein eingestellt werden, ob nur der Download vom App-Store, zusätzlich der von durch Apple verifizierte Entwickler oder generell alle Downloads erlaubt sein sollen.

Spezialisierte Mac Sicherheitssoftware

Ein besonders umfassendes Schutz-Programm für den Mac ist zum Beispiel Intego Mac Internet Security X8. Diese Software schützt den eigenen Mac unter anderem auch vor Windows-Viren. Für den Mac-Nutzer im ersten Moment keine unbedingt relevante Funktion, gewährleistet dieser Schutz allerdings die Eindämmung der weiteren Ausbreitung von Windows-Viren. Überdies dient die Software auch der Erkennung von Keyloggern, Phishing, Spyware und Malware.
Mac-Internet-Security

Auf einem ähnlichen Niveau bezüglich Preis und Umfang bewegt sich auch Kaspersky Internet Security für Mac. Das Programm wehrt die gleichen Schädlinge ab wie das Pendant aus dem Hause Intego. Zudem arbeitet die Software mit Echtzeit-Cloudschutz, sie kann also zügig auf neue Bedrohungen reagieren ohne vorher zwingend ein manuelles Update zu erfordern. Die virtuelle Tastatur, die auch im Funktionsumfang inbegriffen ist, gewährleistet zudem, dass vertrauliche Daten nicht von Unbefugten abgefangen werden können.

Neben diesen professionellen, kostenpflichtigen Komplettlösungen gibt es jedoch auch viele kleinere, kostenlose Programme, die sich meist auf den Schutz vor einer spezifischen Bedrohung konzentrieren. ClamXav beispielsweise scannt den Rechner verlässlich nach Mac- und Windows-Malware ab. Kee Pass X hingegen erlaubt die Sicherung aller nur denkbaren sensiblen Daten wie Kontozugängen, Passwörtern oder anderen Login-Daten. Diese Informationen werden vom Tool verlässlich als verschlüsselte Datei gespeichert.

ClamXav

Für viele Nutzer dürfte auch die Open Source-Software Tunnelblick interessant sein. Mit diesem Tool lässt die Software OpenVPN komfortable bedienen. Auf diesem Weg können auch private Nutzer unkompliziert sichere Verbindungen herstellen. Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle auch das Scanning-Tool Nessus. Wer über etwas Kenntnis von Ports verfügt, hat hier ein recht mächtiges aber auch aufwendiges Werkzeug zur Hand.

Fazit

Letztlich muss jeder Nutzer dem eigenen Ermessen entsprechend entscheiden, ob ein oder wenige spezialisierte Tools oder vollumfängliche Programme die sinnvollere Lösung zum Schutz des eigenen Mac sind. Wer sich wirklich an mehreren Fronten absichern will, ist mit einer vollwertigen Sicherheitslösung zweifellos besser beraten, da sich so alle Funktionen unter einem Dach verwalten lassen und nicht fünf Programme gleichzeitig installiert werden müssen. Wer hingegen nur Wert auf den Schutz vor ein oder zwei spezifischen Bedrohungen legt, kann mit der Nutzung von spezialisierten Tools, die die Performance des Rechners nicht zu sehr drosseln, nichts falsch machen.

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